Markus Harms

Vor der Prüfung

"Herr Fahrlehrer ich sage Ihnen
 gleich, ich bin kein Prüfungsmensch!"

So oder so ähnlich klingen die Worte eines aufgeregten Fahrschülers vor seiner praktischen Prüfung. Dies ist nur allzu verständlich in dieser Situation, denn die meisten Menschen sind keine Prüfungsmenschen. Was aber tun, wenn die Ängste so groß werden, dass plötzlich nur noch eine große Leere im Kopf ist oder das man plötzlich Fehler macht, die man sonst noch nie in der Fahrausbildung gemacht hat?

Hier sei an den Spruch eines Fahrlehrers erinnert, der die Situation nur zu treffend beschreibt: "Der Fahrlehrer kennt seinen Fahrschüler sehr genau, aber nicht immer seinen Prüfling!"

Du und Dein Fahrlehrer sollten vor der Prüfungsfahrt davon überzeugt sein, dass Du es schaffen wirst. Eine solide Vorbereitung vor der Prüfung ist das beste Ruhekissen.

Leg den Prüfungstermin nicht in Phasen anderer beruflicher oder persönlicher Höhepunkte.

Erzähl nicht überall herum, wann der Prüfungstermin sein wird. Du schleppst dann nur zusätzlich noch den Erwartungsdruck der Mitwisser mit Dir herum.

Hör nicht auf die Horrorgeschichten von Leuten, die mal durchgefallen sind! Nur wenige werden bereitwillig zugeben, dass ihnen ein grober Fehler unterlaufen ist.

Lenk Dich am Abend vor Ihrer Prüfung ein wenig ab. Durch das vorherige, stundenlange Studieren des Lehrbuches wirst Du nichts Neues mehr entdecken.

Erscheine ausgeruht und pünktlich zur Prüfungsfahrt. Wenn möglich fahre Dich  vor der Prüfungsfahrt noch ein wenig "warm".

Vermeide die Einnahme von Beruhigungsmitteln. Sie lindern nicht die "Prüfungsangst," sondern verringern nur Deine Aufmerksamkeit und Konzentration bzw. Dein Reaktionsvermögen.

Denke immer daran: Prüfer sind keine Götter.

Quelle:Manne